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Digitalisierung · 19. August 2025 · 6 Min.

Wo BIM Pflicht wird: Was die Digitalisierung für Planer und Bauherrschaften bedeutet

Seit 2021 muss der Bund bei eigenen Bauprojekten mit der BIM-Methode arbeiten, ab 2025 auch bei Infrastrukturanlagen. Was Building Information Modeling praktisch verändert.

Wo BIM Pflicht wird: Was die Digitalisierung für Planer und Bauherrschaften bedeutet, Atelier AA Architekten

Vom Plan zum Modell

Bundesstellen und bundesnahe Unternehmen führen die BIM-Methode seit mehreren Jahren schrittweise ein, zunächst bei eigenen Hochbauprojekten ab einer bestimmten Projektgrösse, inzwischen auch bei Infrastrukturanlagen. Building Information Modeling bedeutet: Statt getrennter 2D-Pläne entsteht ein digitales Gebäudemodell, das Geometrie, Bauteile und Eigenschaften in einem Datensatz vereint.

Der erwartete Nutzen liegt darin, Planungswidersprüche früher sichtbar zu machen und Informationen konsistenter zu koordinieren: Fehler und Widersprüche zwischen Fachplanern zeigen sich am gemeinsamen Modell früher als bei getrennten 2D-Plänen.

Was BIM in der Praxis bedeutet

Konkret arbeiten Architektur, Statik und Haustechnik im selben dreidimensionalen Modell statt in getrennten Plansätzen, die erst am Ende zusammengeführt werden. Kollisionen, etwa eine Lüftungsleitung, die durch einen tragenden Träger verläuft, werden so schon in der Planung sichtbar, nicht erst auf der Baustelle.

Für kleinere private Bauvorhaben ist die volle BIM-Methode heute noch nicht Standard, das Prinzip der digitalen Koordination zwischen den Fachplanern gehört aber zunehmend auch dort zur guten Praxis.

Wie wir damit arbeiten

Wir setzen 3D-Planung bereits heute ein, um Varianten zu prüfen und Fachplaner frühzeitig zu koordinieren, unabhängig davon, ob ein Projekt die formalen BIM-Anforderungen des Bundes erfüllen muss. Für Bauherrschaften zählt vor allem das Ergebnis: weniger Widersprüche zwischen den Gewerken und eine Ausführungsplanung, die auf der Baustelle tatsächlich funktioniert.

Wo ein Bauherr oder eine öffentliche Auftraggeberin BIM explizit verlangt, klären wir die Anforderungen an Detaillierungsgrad und Datenformat vorab im Planungsvertrag.

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