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Prozess · 20. August 2026 · 6 Min.

Design Build: Warum wir neue Formen der Projektabwicklung weiterdenken

Gute Architektur entscheidet sich nicht nur im Entwurf, sondern auch darin, wie ein Projekt organisiert wird. Wir beschäftigen uns mit integrierten Abwicklungsmodellen wie Design Build und wenden erste Prinzipien bereits in einem aktuellen Projekt an.

Design Build: Warum wir neue Formen der Projektabwicklung weiterdenken, Atelier AA Architekten

Warum wir uns damit beschäftigen

Klassische Projektabläufe führen häufig dazu, dass relevantes Wissen erst spät zusammenkommt: Der Entwurf steht weitgehend, bevor Fragen der Ausführung, der Kosten oder der Machbarkeit vollständig geklärt sind. Architektonische, technische und wirtschaftliche Entscheidungen beeinflussen sich aber gegenseitig: Je später sie gemeinsam betrachtet werden, desto teurer wird jede Korrektur.

Uns interessiert deshalb, wie sich relevantes Wissen früher in einen Projektprozess einbinden lässt, statt es erst dann zu prüfen, wenn der Entwurf längst feststeht.

Was Design Build verändert

Design Build ist ein Modell integrierter Projektabwicklung: Planung und Ausführung werden nicht strikt nacheinander, sondern von Beginn an gemeinsam gedacht. Fachwissen aus der Ausführung fliesst früher in Entscheidungen ein, technische und wirtschaftliche Konsequenzen werden früher sichtbar.

Das verändert, wo Verantwortung liegt und wie Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung organisiert sind. Beides lässt sich reduzieren, wenn die Beteiligten früher am selben Tisch sitzen, ohne dass Gestaltung zur Nebensache wird.

Was wir bereits tun

Atelier AA hat sich intensiv mit Design Build und integrierter Projektabwicklung auseinandergesetzt und bereits ein aktuelles Projekt gestartet, in dem wir zentrale Prinzipien daraus anwenden: Wir bringen Planung, Ausführung und wirtschaftliche Überlegungen früher zusammen und beziehen relevantes Fachwissen gezielter in den Prozess ein.

Das Projekt wird dadurch nicht vollständig nach Design Build abgewickelt. Es ist ein Anfang, an dem wir prüfen, welche Prinzipien daraus ein Projekt tatsächlich besser machen, bevor wir daraus einen festen Ablauf für andere Projekte ableiten.

Was uns daran interessiert

Wann sollte Unternehmerwissen in ein Projekt einfliessen? Welche Entscheidungen werden heute zu spät getroffen? Wo entstehen Schnittstellen, die sich vermeiden liessen? Wie lassen sich Gestaltung, Kosten und Machbarkeit von Beginn an gemeinsam betrachten, statt sie nacheinander abzuprüfen? Und welche Projektbeteiligten müssen wann am Tisch sitzen, damit eine Entscheidung auf einer breiteren Grundlage steht?

Das sind für uns keine rhetorischen Fragen, sondern die, an denen sich zeigt, ob ein Prozess ein Projekt tatsächlich besser macht.

Kein neues Schema

Atelier AA arbeitet nicht nach starren Rezepten: Auch Design Build verstehen wir nicht als neues Schema, das sich unverändert auf jedes Projekt übertragen lässt, sondern als Ansatz, den wir projektbezogen einsetzen und weiterdenken. Auch die Art, wie ein Projekt entsteht, ist für uns Teil der Architektur.

Wir entwickeln damit nicht nur Architektur weiter, sondern auch die Prozesse, durch die sie möglich wird.

Nächster Schritt

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