Umbau · 22. Januar 2026 · 6 Min.
Wohnen im Alter: Umbauen, statt umziehen
Die meisten Menschen wollen im eigenen Haus bleiben. Was ein Umbau dafür leisten muss und was er kostet.

Die Ausgangslage
Ein Haus, das für eine Familie gebaut wurde, passt für zwei Personen im Ruhestand oft nicht mehr: zu viele Treppen, ein Bad im Obergeschoss, ein Garten, der Arbeit macht. Der naheliegende Schluss ist der Umzug in eine Wohnung, er ist aber nicht immer der beste.
Ein Umbau kostet in der Regel weniger als der Wechsel in eine gleichwertige Eigentumswohnung, und die gewachsene Umgebung bleibt. Voraussetzung ist, dass die Substanz es zulässt und der Umbau die richtigen Dinge angeht.
Was hindernisfrei wirklich heisst
Entscheidend sind wenige Punkte: ein schwellenloser Zugang von aussen, ein Bad mit bodengleicher Dusche und ausreichend Bewegungsfläche, Türbreiten ab achtzig Zentimetern und ein Wohn- und Schlafbereich auf einer Ebene. Diese Masse einzuhalten hilft, nicht am falschen Zentimeter zu sparen.
Was oft vergessen wird: Beleuchtung und Kontraste. Mit dem Alter sinkt die Sehleistung deutlich. Gute, blendfreie Beleuchtung und kontrastreiche Kanten an Stufen sind günstige Massnahmen mit grosser Wirkung.
Drei typische Eingriffe
Das Erdgeschoss wird zur vollständigen Wohnung: Wohnen, Kochen, Schlafen und Bad auf einer Ebene. Das Obergeschoss bleibt für Besuch oder wird abgetrennt und vermietet, was zusätzliches Einkommen schafft.
Das Bad wird umgebaut. Das ist der Eingriff mit dem besten Verhältnis von Aufwand und Nutzen: bodengleiche Dusche, unterfahrbarer Waschtisch, Verstärkungen in der Wand für später nötige Griffe. Rechnen Sie mit 25'000 bis 50'000 Franken.
Ein Aufzug oder Treppenlift wird eingebaut. Ein Homelift braucht etwa 1,5 Quadratmeter Grundfläche und kostet ab rund 60'000 Franken. Wenn ohnehin umgebaut wird, lohnt es sich, den Schacht vorzusehen, auch wenn der Aufzug erst später kommt.
Umbau im bewohnten Zustand
Die meisten Bauherrschaften wollen während des Umbaus im Haus bleiben. Das ist möglich, verlangt aber eine Etappierung: ein Geschoss nach dem anderen, ein provisorisches Bad, Staubschutz an den Übergängen.
Rechnen Sie mit einem Zuschlag von zehn bis zwanzig Prozent gegenüber einem Umbau im leeren Haus. Dieser Aufwand ist meist geringer als die Kosten für eine Zwischenmiete.
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